10 Goldene Grillregeln

Sommerzeit ist Grillzeit
Die Deutschen sind wahre Meister, was das Grillen angeht. Und trotzdem werden immer wieder die selben Fehler begangen. Darum hier noch einmal ein paar Tipps für den perfekten Genuss…

1. Das richtige Grillgut
Außer den beliebten Bratwürstchen eignen sich auch Fleischscheiben wie Steak oder Kammscheiben zum Grillen. Empfohlen wird, das Fleisch selbst zu marinieren. So weiß man, wie das Fleisch aussieht, welches man später isst. Rezepte gibt es im Internet.

2. Fehler beim Anzünden
Wer zum schnelleren Anzünden Spiritus verwendet, erzeugt gesundheitsschädliche Dämpfe und lebensgefährliche Stichflammen. Lieber einen Föhn oder ein Anzüdespray verwenden. Auch Zeitungspapier ist bestens geeignet, außerdem preiswert und funktioniert hervorragend.

3. Die falsche Temperatur
Je nach Fleischart und dicke muss strengstens auf die Temperatur geachtet werden. Je dünner das Grillgut, desto kühler sollte der Grill sein. Saftige Steaks schmecken am besten scharf angegrillt mit viel Hitze. Wer einen Elektrogrill hat, sollte davon absehen, da diese nicht die nötige Temperatur erreichen. Gasgrillgeräte können diese Hitze erreichen, sofern sie entsprechend darauf ausgelegt sind (die Marke Enders hat hier zum Beispiel die Turbo Zone entwickelt). Beim langsamen Garen besteht zudem die Gefahr, dass das Fleisch trocken wird.
4. Bier zum Löschen?
Viele Griller sind der Meinung, dass Bier über das Grillgut geträufelt werden muss, um einen perfekten Geschmack zu bekommen. Das ist jedoch nur ein Gerücht. Tatsache ist, dass jedoch Asche aufgewirbelt wird, die sich dann auf das Grillgut festsetzt und den Geschmack verdirbt. Wer dennoch ein Bieraroma möchte, sollte sich besser ein entsprechendes Marinaderezept heraussuchen.

5. Schnell wenden, damit das Fleisch nicht anbrennt?
Ein perfektes Steak darf höchstens 2x pro Seite bewegt werden. Damit ein perfektes Branding entsteht, sollte das Fleisch ca eine Minute auf dem heißen Rost liegen und dann um 45 Grad gedreht werden. Nach einer weiteren Minute entsteht das perfekte Rautenmuster auf dieser Seite. Danach auf der anderen Seite wiederholen. Fertig ist das Steak. Danach muss es nur noch ruhen.

6. Fleischgabel oder Zange?
Eine Fleischgabel gehört nicht an den Grill! Auch wenn sich das Grillgut so bequem wenden lässt, trocknet es schnell aus und wird zäh. Außerdem sieht ein zerstochenes Stück Fleisch nicht schön auf dem Teller aus. Besser sind Spachtel oder eine Fleischzange zum Wenden.

7. Fleisch anschneiden?
Oft wird das Fleisch angeschnitten, um zu sehen, ob es bereits durch ist. Doch dadurch verliert das Fleisch zu viel Saft. Die Folge: Es wird trocken und schmeckt nicht mehr. Daher gilt: Fleisch anschneiden machen nur Anfänger! Besser ist hier die Druckprobe: Fühlt sich das Fleisch an wie ein Druck mit dem Finger auf die Nasenspitze, so ist es „medium“, Druck auf die Oberlippe bedeutet „fast roh“ und bei einem Druck auf die Stirn ist es „gut durch“.

8. Vom Grill auf den Teller?
Man sieht es immer wieder: die Warteschlange vor dem Grill. Jeder bekommt sein Stück Fleisch, setzt sich und verspeist es. Besser ist es jedoch, wenn besonders Steaks nach dem Grillen eine Ruhepause bekommt, denn beim Grillen zieht sich das Wasser ins Innere des Fleisches zurück. Damit sich der Fleischsaft wieder gleichmäßig verteilen kann, benötigt es eine Ruhezeit. So bedeuten 10 Minuten Wartezeit etwa 60 Prozent mehr Saft im Fleisch. In einer Aluminiumfolie eingewickelt, behält das Fleisch problemlos die Temperatur.

9. Noch zwei Tipps zum Schluss: Geräuchertes oder Gepökeltes wie Wiener oder Kassler gehören nicht auf den Grill. Durch den Grillvorgang werden krebserregende Stoffe erzeugt.

10. Es muss nicht immer Fleisch oder das beliebte Würstchen sein. 37 Prozent der Deutschen mögen auch Gemüse auf dem Rost: Paprika, Zucchini, Tomaten und Zwiebeln werden immer beliebter. Und gegrillte Bananen werden zu einem herrlichen Dessert, das einen Grillabend geschmacklich herrlich abrundet.

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