Gasgrillen – Warum ich von Kohle auf Gas umgestiegen bin

Gasgrillen wird immer beliebter – und das aus gutem Grund.

Vor etwa 5 Jahren war ich noch klassischer Grillkohle-Fan. Der Grill musste beim Anzünden ordentlich qualmen und ich konnte meine pyromanische Ader ein wenig ausleben. Der typische „Grillgeruch“ gehörte für mich zum Grillerlebnis einfach dazu! Schließlich war es schon in meiner Kindheit so: Wenn der Grill angezündet wird, riecht man das auch auf der anderen Seite des Hauses…

Da ich aber in einer Wohnung im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses wohne, wollte ich dir gute Beziehung zu den Nachbaren auch nicht überstrapazieren. Abgesehen davon ist es auch ziemlich nervig, beim Rein- und Rausgehen immer schnell die Tür zu schließen, damit die Wohnung nicht komplett verqualmt.

Das Grillen selbst war meistens prima. Das Aufheizen hat zwar ein wenig gedauert (immer so etwa 30 Minuten nach dem Anzünden konnte man erst loslegen mit dem Grillen. Aber auf der Glut zu grillen ging schon recht ordentlich. Solange die Kohle nicht ausgebrannt war und ich unterm Grillen neue Kohle draufschütten musste. Denn dann dauerte es wieder ca. 15-20 Minuten, bis es wieder so richtig los gehen konnte.

Aber dann noch den Grill sauber machen… Die heiße Glut entsorgen. Das Grillrost putzen. Irgendwie war das schon recht umständlich.

Nach vielem hin und her habe ich mich dann aber entschieden, die Seiten zu wechseln und einen Gasgrill anzuschaffen. Kurz nach meinem Umzug in ein Haus mit Garten begann ich also mit dem Gasgrillen, merkwürdig eigentlich.

Den Einstieg hat mir mein Kollege leicht gemacht, der mir seinen alten Lavastein Gasgrill von Landmann (Einsteigermodell um die 100 Euro) vermacht hatte.

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Das gute Stück war bei mir für etwa ein Jahr fleißig im Einsatz und hat dann völlig durchgerostet den Geist aufgegeben. Der Brenner war kaputt und die Blechpfanne hatte bereits erste größere Löcher. Es musste also dringend eines Grillgerät her!

Gasgrillen für Einsteiger – Die Wahl der Qual

Die Auswahl an Gasgrills ist riesig. Das macht die Entscheidung gerade als Einsteiger nicht leicht. Ich selbst habe mich nach einiger Recherche dann für eine relativ günstige Variante eines großen „Edelstahl“ Gasgrills entschieden.

Ich habe dabei nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Größe der Grillfläche
  • Möglichkeit für indirektes Gasgrillen
  • Anzahl und Leistung der Brenner
  • Material sollte Edelstahl sein
  • Preis

Bei Amazon und Ebay gab es diese „Edelstahl-Gasgrills“ mit 4 Brennern und zusätzlichem Seitenbrenner (wie eine Kochplatte) im Preisbereich um die 180 Euro. Ein gutes Markengerät hätte mindestens das Doppelte gekostet. Aber wenn man das erst in Betracht zieht, ist man auch schnell mal bei 600 – 800 Euro unterwegs. Da ich mir noch nicht sicher war, wie oft ich denn nun wirklich Grillen würde und welche Kriterien mir auf Dauer wichtig sind, habe ich mich für die günstige Variante entschieden.

 

Gasgrillen
Gasgrillen

Damit hat das Grillen dann schon deutlich mehr Spaß gemacht! Plötzlich wurde indirektes Grillen mit größeren Stücken wie einem kompletten Hähnchen oder einem guten Kilo Rinderfilet möglich. Durch die vier Brenner konnte ich die Hitze in den Bereichen unterschiedlich regulieren und war damit viel flexibler wenn ich z.B. Gemüse wie Zucchini oder Süßkartoffeln in Scheiben geschnitten und auf den Grill gelegt habe. Mit dem Warmhalterost hab ich auch ein wenig experimentieren können wie z.B. mit Baguette direkt auf dem Grill zuzubereiten oder Maiskolben am Stück, ohne das sie anbrennen…

 

Auf dem Foto sieht man auch die Ausnahme – den Seitenbrenner habe ich nicht wirklich oft benutzt. Zum Einkochen einer Soße ist er ganz praktisch. Ich bin aber viel zu faul, jedes mal eine Soße zum Grillfleisch dazu zu machen…

Auch heute gibt es noch ähnliche Modelle in der Preisklasse, die ich jedem Einsteiger zum Gasgrillen nur empfehlen kann.

Die Freude an derartig „günstigen“ Gasgrills ist aber nicht für ewig! Mein Gasgrill hat mir viel Freude bereitet – so dass ich auch öfter mal über Stunden gegrillt habe. So nach 3 Jahren war er aber bereits komplett durchgerostet. Zwei der vier Brenner hatten größere Löcher und auch die Bodenplatte war eher zu einem Sieb geworden. Allein aus Sicherheitsgründen war ein überhaupt nicht mehr zu gebrauchen. Trotzdem war es für mich eine sehr gute Anschaffung, da ich damit viel ausprobieren konnte und somit wusste, dass sich auch eine teurere Anschaffung lohnen würde.

Gasgrillen für Fortgeschrittene

Jetzt muss was Gescheites her – dachte ich so für mich. Und mit den vielen Begrillungen der letzten Jahres war auch meine Frau damit einverstanden, dass ich etwas mehr investieren würde. Doch die nächste Klasse der „vernünftigen“ Gasgrills ist echt teuer! Wie kann es sein, dass der Gasgrill deutlich mehr als der Herd mit Ceran Kochfeld und Backofen kostet? Wie auch immer, wer einen Gasgrill in guter Qualität kaufen möchte, muss dafür einen Betrag von 400 bis 800 Euro einplanen. Und damit sind wir noch nicht bei den besseren Modellen oder irgendwelchen Extras angekommen.

Nach langer Recherche war ich extrem am Schwanken. Ein „toller“ Grill für 600 Euro oder den Weber mit ähnlicher Ausstattung für 800 Euro? Irgendwann kam ich dann, angestachelt durch die tollen Beiträge in Grillforen, auf die glorreiche Idee, mit mittels ausgedrucktem Angebot eines günstigen Weber Modells das gleiche für 20% weniger in einem Baumarkt mit Niedrigstpreis Garantie zu erstreiten. Ziemlich blöd an der Sache war, dass ich zum falschen Baumarkt gefahren bin und es dort eben diese Preisgarantie gar nicht gab… Aber es hat mich vor Schlimmerem bewahrt.

 

Bester Gasgrill bis 800 Euro
Gasgrillen mit Weber

Nun, ich habe mich also für den Weber Spirit E 320 GBS Original entschieden. Ein toller Grill, der im Gegensatz zu seinem „Klassiker-Modell“ auch wirklich hochwertig und massiv gebaut ist. Nun hatte ich mit einem Skoda Superb Kombi schon ein wirklich geräumiges Auto. Aber den verpackten Grill in seinem Karton hätte ich nie in den Kofferraum bekommen.

 

Statt dessen, habe ich ihn dann für einen günstigen Preis bei Grillfürst bestellt. Und damit wurde er mir kostenfrei geliefert und ich musste mich nicht um den Transport kümmern. Das kann ich nur jedem empfehlen, der nicht gerade mit dem LKW durch die Gegend düst.

Mit dem Weber bin ich sehr zufrieden. Der funktioniert einwandfrei und egal was ich darauf zubereite, wird meist nach einer Zeit ziemlich lecker und bleibt saftig! So macht Grillen wirklich Spaß!

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